Unterschied Kaffee und Espresso?
Worin liegt eigentlich der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso? Weitläufig herrscht die Meinung, dass ein Espresso stärker als ein Kaffee sei. Ist es wirklich so?
Espresso besteht zum Hautpanteil aus dunkeln Arabica-Bohnen, die länger als herrkömmlicher Kaffee geröstet werden. Hierdurch wird die Säurekonzentration in der Bohne gesenkt, der Geschmack und die Würze jedoch kräftiger. Zudem werden die Bohnen einem extrem feinen Mahlgrad ausgesetzt.
Beim Brühvorgang kommt der Espresso für kurze Zeit mit dem heissen Wasser in Berührung. Ca. 10 - 20 Sekunden wird das fein gemahlene Pulver durch ein Sieb gepresst. Diese Verfahrensweise sorgt dafür, dass viele Aromastoffe, aber weniger Bitterstoffe und Koffein aus dem Kaffeepulver gelöst werden.
Um einen Espresso mit einem hohen Aroma herzustellen, muss der Faktor des hohen Widerstandes des Espressovulvers gegenüber dem Wasser berücksichtigt werden. Damit das Wasser gleichmäßig durch das Pulver gepresst werden kann, muss es eine hohe Dichte aufweisen. Optimal wäre hierbei eine Komprimierung auf ca. 36 Prozent des ursprünglichen Volumens.
Der Kaffee hingegen wird aufgebrüht. Wasser legt sich als Schicht über das Pulver und fließt nur durch Eigendruck in das entsprechende Behältnis. Mechanischer Druck ist für die Herstellung nicht erforderlich.
Eingangs wurde die Frage aufgeworfen, ob ein Espresso stärker als ein Kaffe sei. Die Herstellung belegt etwas anderes. Durch die Filterung der Bitterstoffe und des Koffein hat der Espresso einen deutlich angenehmeren und milderen Geschmack. Der Espresso hat auch ohne Zusätze (Zucker, Süßstoff aus einem Süssstoffspender, oder Milch) einen milden Geschmack und ist daher deutlich besser genießbar. Das Herstellungsverfahren des Espresso bietet einem die Möglichkeit, das Aroma einer Kaffeebohne in reinster Form zu genießen.
Der Unterschied zwischen Kaffee und Espresso liegt also im Herstellungsverfahren und dem anschließenden Geschmack.